Wie verhalte ich mich nach der Operation?

Um die frühe Wundheilung der operativen Schnitte wie auch die präzise Implantatpositionierung nicht zu beeinträchtigen ist im Falle einer Brustvergrößerung in den ersten 4 Wochen nach der Operation eine Schonung des Oberkörpers zu empfehlen.
Insbesondere dann, wenn ein Implantat mit rauer (texturierter) Oberfläche unter den Muskel gelegt wurde und/oder eine Straffungsoperation mit Hautmantelanpassung durchgeführt wurde.

In keinem Falle sollte der Oberkörper starr und unbeweglich bleiben. Im Rahmen der Frühmobilisation empfehlen wir ausdrücklich schon ab dem ersten Tag nach der Operation tagsüber beide Arme mindestens 5mal jede Stunde über Kopfniveau zu heben.

Sportliche Betätigungen, bei denen die frisch operierte Brust in schwingende Bewegung oder unter Druck gebracht wird, wie z. B. Joggen, Reiten, Aerobic, Kampfsportarten etc. sollten unterbleiben. Eine zu intensive Bewegung der Brustmuskulatur, z. B. beim Schwimmen oder Kraftsport, kann zum einen die Anlagerung von Bindegewebe an die raue Implantatoberfläche („tissue adherence“) beeinträchtigen, aber auch ein Verschieben oder Drehen der anatomischen Brustimplantate provozieren. Das Tragen eines straff sitzenden Sport-BHs oder eines speziellen Operations-BHs für 4 Wochen nach der Operation in Kombination mit einem Brust-Kompressionsgürtel („Stuttgarter Gürtel“) ist zu empfehlen, insbesondere dann, wenn unter dem Muskel operiert wurde. Der Kompressionsgurt hat den Sinn, nach der Muskelablösung entstehende Schwellungen nach unten zu drücken und das Brustkissen auf der Brustwand zu immobilisieren.

Es ist sinnvoll und wird unsererseits empfohlen, für etwa 3 Monate nach der Operation das Abheilen der Schnitte durch Aufkleben von speziellem chirurgischen Nahtpflaster (z. B. Steristrip, Micropore) zu unterstützen.

In den ersten 4-6 Wochen nach der Operation sollten ebenfalls Sonnenbäder, Solarium  und Saunagänge unterbleiben.

Selbstverständlich können alle täglichen Verrichtungen schon nach der Entlassung aus der Klinik wieder aufgenommen werden. Eine Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit ist in der Regel wenige Tage nach der Operation möglich, es sei denn es handelt sich um einen Beruf mit harter körperlicher Anstrengung und Belastung.

Eine prophylaktische Antibiotikagabe für 5 Tage nach der Operation, für deren Effizienz jedoch wissenschaftlich keine klaren Daten vorliegen, ist im Allgemeinen genauso üblich wie die Einnahme von Schmerzmitteln aus der Rheumastoffgruppe, die eine Wundschwellung sowie Druck- und Schmerzsymptomatik günstig beeinflussen können.

   






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