1. Transaxillär (durch die Achselhöhle)

Dieser Zugang hat den Vorteil einer narbenfreien Brust und kann nach einer Abheilungsphase zu einer fast unsichtbaren Operationsnarbe in der Achselhöhle führen. Der Aspekt der Unberührtheit der Brust ohne stigmatisierende Narbenbildung wird gewahrt.

Er wird gerne bei relativ kleinem Implantatvolumen oder runden Kissen, bei glatter oder feintexturierter Implantatoberfläche oder bei auffüllbaren Kochsalzimplantaten gewählt.

Das Einführen größerer Implantate mit rauer (texturierter) Oberfläche mit schnittfester, auslaufsicherer Silikonfüllung (Kohäsivgelimplantate) und das exakte Positionieren von tropfenförmigen Brustkissen in vertikaler Ausrichtung über den Achselhöhlenschnitt ist schwierig und ab einer gewissen Implantatgröße limitiert. Problematisch kann zusätzlich ein großer Körperwuchs der Patientin und damit eine lange Strecke von dem Schnitt in der Achselhöhle bis hinunter zur neuen Umschlagsfalte sein.

Wegen der Schweißdrüsen und Haare in der Achselhöhle und deren natürlicher bakterieller Besiedlung wird immer wieder über ein höheres Infektionsrisiko beim Zugang über die Achselhöhle diskutiert. Die Infektion mit apathogenen Hautkeimen und Besiedelung des Implantates mit Keimen („Biofilm“-Bildung) kann schleichend und von außen unauffällig sein, könnte aber eine Kapselfibrose fördern oder mit verursachen. Falls der transaxilläre Zugang gewünscht und gewählt wird, empfehlen wir die Rasur der Achselhöhle unmittelbar vor der Operation und eine antiseptische Vorbehandlung der Achselhöhle mit keimreduzierenden Waschlösungen mehrere Tage im Voraus.

Postoperativ ist das Tragen eines Kompressionsgurtes („Stuttgarter Kompressionsgürtel“) von oben über mehrere Wochen obligat. Die Kompression von oben soll ein schnelleres Heilen der nach oben offenen Operationswunde fördern und somit ein „nach oben verrutschen“ der Implantate in der frühen Phase nach der Operation verhindern.

transaxillärer Zugang zur Brustvergrößerung – Schema

 

transaxillärer Zugang zur Brustvergrößerung – Beispiel operativer Zugang Style 410 FM 235 gr – narbenfreie Brust

 

transaxillärer Zugang Narbenbild 1 Jahr nach der Operation

Die Bilder haben keinen werbenden Vorher-Nachher-Charakter, sondern dienen ausschließlich der Darstellung von operativen Zugängen und resultierenden Schnitten!

   






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