3. Infraareolär
(unterer Brustwarzenhofrandschnitt)
Hier wird entlang des unteren Warzenhofrandes an der Pigmentierungsgrenze zwischen 3 Uhr und 9 Uhr der Schnitt gelegt. Schnittführungen am Warzenhofrand sind gynäkologisch die häufigsten Zugänge auch zur Entnahme von Gewebeproben (Mamma-PE, Biopsie) aus der Brust zur histologischen Untersuchung. Der Farbkontrast zwischen pigmentiertem Warzenhof und der Brusthaut kann den Schnitt kaschieren, so dass in der Regel ein kosmetisch schönes, wenig auffälliges Narbenbild erreicht werden kann. Bei leichter Hängebrustbildung (Mastoptose) ist dieser Zugang aber mehr sichtbar als der Schnitt in der Umschlagfalte, insbesondere dann, wenn er mit ästhetisch unbefriedigender Narbenqualität abheilen würde. Ein anderer Nachteil ist, dass durch die Brustdrüse durchpräpariert und operiert werden muss. Dies kann, wie jeder transmammäre Zugang, zur inneren Narbenbildung führen und Einfluss auf die diagnostische Interpretation der Mammographie haben. Auch wird durch den Kontakt zum Warzenhof und zum Milchgangssystem hinter der Brustwarze eine Exposition des Implantates mit Keimen diskutiert.
Der infraareoläre Zugang wird gerne bei individuellem Wunsch, bei großen, pigmentierten Warzenhöfen oder bei Brustvergrößerungen gewählt, bei denen aus Gründen der Brustform und der Weichteilcharakteristika der Schnitt in der Umschlagfalte deutlicher sichtbar wäre. Bei allen operativen Zugängen am Warzenhof kann das zentrale Milchgangssystem geschont werden, so dass die Stillfähigkeit nach der Operation gewährleistet ist!
infraareolärer Zugang zur Brustvergrößerung – Schema
infraareolärer Zugang zur Brustvergrößerung – Beispiel operativer Zugang PERTHESE® Esthea EHP 225gr
infraareolärer Zugang Narbenbild 1 Jahr nach der Operation
Die Bilder haben keinen werbenden Vorher-Nachher-Charakter, sondern dienen ausschließlich der Darstellung von operativen Zugängen und resultierenden Schnitten!






