Postoperative Komplikationen
Die subpectorale oder erweitert, die komplett submuskuläre Loge, gibt auch am unteren Implantatpol bei dünner Gewebestärke im Bereich der Brustumschlagsfalte die bessere Weichteilabdeckung. Hier werden die Muskelanteile nur von der Brustwand abgehoben, aber nicht durchtrennt. Es kommt nicht zu den muskulären Einschnürungen am unteren Brustpol, auch sind Implantatbewegungen bei willkürlichen Muskelanspannen weniger zu sehen.
Die Lage der Brustimplantate unter der Brustmuskulatur ist auch für die Röntgenfrüherkennung wichtig.
Silikongefüllte Brustimplantate, egal ob auf oder unter dem Brustmuskel platziert, können zur „Ausblendung“ von Drüsenpartien führen, und somit die Erkennbarkeit bösartiger Strukturen in der Brust erschweren oder unmöglich machen.
Aspekte der Mammographie, das heißt der bildgebenden röntgenologischen Überwachbarkeit bei Brustimplantatträgerinnen, sollten nie zu Gunsten einer ausschließlichen ästhetischen Sichtweise außer Acht gelassen werden.
Die Anwendung moderner Mammographietechniken (z.B. Eklund-Positionierung) ermöglicht jedoch auch bei Implantatträgerinnen eine adäquate Diagnostik. Eine Lage der Implantate unter dem Muskel mit Erhalt der Verschiebeschicht zwischen Brustmuskulatur und Drüsenkörper soll jedoch die Mammographie erleichtern.
Gynäkologische Abtastung, Brustultraschall und Kernspintomographie/ MTR werden durch Brustkissen in ihrer diagnostischen Wertigkeit nicht negativ beeinflusst.
